Knauf WDVS Knauf WDVS

Wissenswertes

Wissenswertes rund ums Dämmen

Wissenswertes rund ums Dämmen

Sie wollten schon immer wissen, was Hausbesitzern vor der Entscheidung für ein Dämmsystem durch den Kopf geht? Sie fragen sich, welche Dinge ein Fachunternehmer beim Einbau eines Dämmsystems besonders beachten muss? Und was ist eigentlich eine „AbZ“? Auf all diese Fragen finden Sie hier die Antworten.

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Warum andere dämmen

Warum andere dämmen

Was interessiert Hausbesitzer bei Dämmsystemen eigentlich besonders?

Markus Bottländer hat im Jahre 2011 sein freistehendes Einfamilienhaus in Dortmund fertiggestellt. Um Malerarbeiten, Parkettboden und Laminat hat er sich selbst gekümmert – aber sich auch beim Dämmen hohe Ziele gesteckt.

Herr Bottländer, gleich vorweg: stimmt es, dass Sie das bestgedämmte Gebäude in Ihrer gesamten Nachbarschaft Ihr Eigen nennen?

Naja, mit einem U-Wert von 0,5 W/(m²K) bin ich schon sehr weit vorne, glaube ich! Das war aber für mich auch von Beginn an das Ziel beim Nachdenken über die Dämmung. Ich wollte einen bestimmten U-Wert erzielen und habe dann eben geschaut, wie ich dieses Ziel am besten erreichen kann. Aber ich und meine Nachbarn laufen ja nicht umher und vergleichen die Werte untereinander...

Aber die meisten sind auf einem schlechteren Stand als Sie?

Das mag schon sein. Aber insgesamt ist das Niveau hier sehr hoch, es ist ja auch ein Neubaugebiet. Für uns alle war klar, dass wir über die Jahre Energiekosten sparen wollen und ein zukunftsfähiges Gebäude haben möchten.

Und Sie haben sich gedacht, „wenn bauen, dann richtig“?

Ganz genau. Für mich persönlich war ein hochgedämmtes Haus wichtig und ich habe dann auch die entsprechenden Maßnahmen ergriffen. Ich habe mich für eine 180 mm-Dämmung mit dem Knauf WARM-WAND System entschieden, obwohl mir nur eine 160er empfohlen wurde. Außerdem für Fenster mit Dreifachverglasung, wobei ich erwartet hätte, bei 20 Fenstern und einer Tür, dass die Mehrkosten hier höher liegen! Obwohl ich alle Rahmen noch separat anpassen ließ, sind nur knapp 1000 Euro mehr angefallen, da war ich sehr positiv überrascht.

Wie haben Sie sich denn über Wärmedämmung informiert?

Natürlich bekommt man aus Fernsehen und Presse schon viel über die Bedeutung des Themas Dämmen mit. Der Bauunternehmer selbst hat gar nicht so viele spezifische Informationen für mich gehabt. Ich habe allerdings viel mit einem Bekannten gesprochen, der Produktmanager für Dämmstoffe ist – da habe ich viel erfahren, was für mein Dämmvorhaben extrem nützlich war.

Das heißt, Sie sind selbst mittlerweile Spezialist für das Thema Dämmen und Bauen?

Ja, ich bin tatsächlich hier im Umkreis zum Auskunftgeber geworden, hauptsächlich jedoch für Fragen, die mit Putz zu tun haben. Oft kommen Leute zu mir, die Probleme mit Ihrem Putz haben. Ein Nachbar hat beispielsweise Kalksandstein mit Putz kombiniert und keine separate Dämmung ausgeführt. Das ist zwar sehr stabil, aber deutlich weniger effektiv gedämmt.

Sie haben sich für eine EPS-Dämmung mit aufgebrachtem Maschinenkratzputz entschieden, richtig?

Richtig, das war auch die sinnvollste Entscheidung. Ich dachte erst an Scheibenputz, bin aber froh, dass ich das nicht gemacht habe, denn Scheibenputz erweist sich bei ein paar meiner Nachbarn als weniger zeitbeständig. Was aber auch daran liegt, dass der Putz nicht gestrichen wurde. Mein Tipp: immer streichen!

Stichwort „Tipp“ – haben Sie denn noch weitere Tipps, die Sie anderen Bauenden mit auf den Weg geben können?

Ja: man sollte sich immer selber informieren, um gute Entscheidungen treffen zu können. Holen Sie sich eine Baubegleitung! Denn man kann nicht alles selber machen, wenn man voll berufstätig ist. Und sparen Sie nicht am falschen Ende, investieren Sie lieber mehr und damit in ein wirklich nachhaltiges Gebäude!

Letzte Frage: war Ihnen Knauf ein Begriff, bevor Sie angefangen haben zu bauen?

Wäre es nicht so gewesen, hätte ich spätestens in den letzten Jahren das Logo sehr gut kennengelernt. Denn in dem Gebiet, wo ich jetzt wohne, wird fast ausschließlich mit Knauf gedämmt.

Fachmann gefragt

Experten machen lassen

Experten machen lassen

Moderne Wärmedämmung ist eine anspruchsvolle Aufgabe: eine für den kompetenten Fachunternehmer, auf die das DO-IT-YOURSELF-Prinzip nie angewendet werden sollte, sowohl wegen der Schwierigkeiten und möglichen Fehler, die im Prozess passieren können als auch wegen der Endqualität, die nur sichergestellt ist, wenn ein Fachunternehmer mit dem System arbeitet.

Mit zunehmender Leistungsfähigkeit der Dämmung werden sowohl einzelne Komponenten als auch ihr Zusammenspiel im System immer komplexer. Von der fachmännischen Prüfung des Untergrundes und der Tragfähigkeit der Wände über den richtigen Auftrag des Mörtels und die korrekte Anbringung der Dämmplatten bis zur Beachtung der Verarbeitungstemperatur: Dämmsysteme gehören in die Hände von Profis.

Denn sie gewährleisten nicht nur perfekte Installation, sondern auch langfristige Funktionstüchtigkeit, Effizienz und die Einhaltung aller bauaufsichtlichen Zulassungen.

Warum ist professionelle Dämmung komplex in der Anwendung?

1) Zum einen können Fehler bei der Einhaltung der Standsicherheit geschehen:

  • Durch zu geringe Klebermenge zwischen Wand- und Dämmstofffläche wird die Haftung beeinträchtigt.
  • Bei mechanischer Befestigung kann es zu Problemen kommen, wenn die Dübel zu kurz sind und die Dämmstoffplatte daher nicht richtig sichern können. Das kann beispielsweise daran liegen, dass der zu kurze Dübel sich nicht in der Wand öffnet, sondern im Altputz – dort hält er dann nicht gut genug für eine sichere Befestigung.
  • Wenn der Untergrund das Dämmsystem nicht gut genug trägt, kann ebenfalls die Standsicherheit des Dämmsystems leiden.
  • Bei einer zu geringen Dübelanzahl pro Quadratmeter kann eventuell das Dämmsystem den Belastungen durch Windkräfte nicht standhalten.
  • Wenn vorgeschriebene Brandschutzmaßnahmen nicht richtig ausgeführt sind und zum Beispiel Brandriegel oder Brandstürze falsch angewendet werden, kann das ebenfalls die Standsicherheit des Dämmsystems im Brandfall beeinträchtigen.

2) Eine andere Problemquelle ist die mangelhafte Ausführung. So ist zum Beispiel Folgendes zu vermeiden:

  • Unzureichende Sockelabdichtung führt dazu, dass Feuchtigkeit, die eigentlich vom Dämmsystem ferngehalten werden soll, an diesen Stellen aufsteigen kann. Als Folge durchfeuchten der Sockel, das WDVS und die Hauswand, so dass im Winter Schäden durch Frost entstehen können und der Putz abplatzt.
  • Ausführungen im Fenster- und Türbereichen, die Schlagregen nicht standhalten sind Schwachstellen im Gesamtsystem, da eindringende Feuchtigkeit zu Schimmel- oder Schwammbildung führen kann.

  • Putzschichten auf Dämmstoffen, die zu gering aufgetragen werden: so können sich Dübel oder Fugen unschön an der Oberfläche abzeichne

Die gute Nachricht: Ihr gut ausgebildeter und erfahrener Fachunternehmer kennt all diese Herausforderungen bei der Anbringung eines Dämmsystems. Er weiß, wie er eine perfekte und langfristig funktionale Dämmung in allen Details auszuführen hat. Somit ist ein komplexes System, wenn es vom Fachmann installiert wird, kein Nachteil, sondern eine kluge Investition mit vielen Stärken.

Zulassung und Zuständigkeit

Zulassung und Zuständigkeit

Damit alles seine Ordnung hat

Die Verwendung von Wärmedämm-Verbundsystemen wird in allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen (AbZ) geregelt. Zuständig für die Erteilung der Zulassung ist das Deutsche Institut für Bautechnik (DiBt) in Berlin. Einer Zulassungserteilung durch das DiBt gehen Prüfungen in den Kategorien Brandverhalten, Standsicherheit,Gebrauchstauglichkeit, und Langzeitqualität voraus.

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